Samstag, 06, Dezember 2008
Arbeitsgruppe «Kinderschutz» gegründet
Frankfurt (Oder) (ddp-lbg). Eine aus Vertretern mehrerer Behörden bestehende Arbeitsgruppe «Kinderschutz» hat sich diese Woche in Frankfurt (Oder) konstituiert. Das Gremium soll Maßnahmen zur Vorbeugung von Kindesmisshandlung oder -tötung vorschlagen und solche Vorfälle analysieren, wie die Stadtverwaltung bekanntgab. Anlass für die Etablierung der Arbeitsgruppe ist der Hungertod eines sechs Monate alten Babys im Februar in einer Frankfurter Wohnung. Die Eltern waren im August zu sieben und zehn Jahren Haft verurteilt worden.
Der Arbeitsgruppe gehören den Angaben zufolge Vertreter der Jugendhilfe, der Kindertagesstätten, des Kinder- und Jugendnotdienstes, von Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichten und Stadtverwaltung an. Das Gremium will regelmäßig Erfahrungen zum Kinderschutz austauschen, die Unterstützung «für Familien in belastenden Lebenslagen» und die Intervention in akuten Fällen fördern sowie einen Handlungsleitfaden zum Umgang bei Kindesmisshandlungen diskutieren. Als weitere Maßnahme führte die Stadtverwaltung einen Babybesuchsdienst ein.
06.12.2008 Ta
Quelle
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