Donnerstag, 30, August 2007
Am Nil halten viele an der Beschneidung fest
Ägyptens Zeitungen sind gegenwärtig voller Artikel über die Verstümmelung der Geschlechtsteile der Mädchen. Diese ist eine uralte Sitte am Nil und in vielen afrikanischen Ländern verbreitet. Der Sturm in der ägyptischen Presse begann vor einigen Wochen, als ein 13-jähriges Mädchen bei der «Operation» starb. Sein Vater wollte die Sache vertuschen und verlangte von einem anderen Arzt die Bestätigung, dass es eines natürlichen Todes gestorben sei. Doch der Mediziner fand die Wahrheit heraus und zeigte den Vater und seinen Kollegen an. Nun lag der Ball bei der Regierung. Das Gesundheitsministerium verhängte per Dekret ein absolutes Verbot der Genitalverstümmelung. Zuvor war es ausgebildeten Ärzten gestattet gewesen, die «Beschneidung» in «notwendigen Fällen» durchzuführen.
Quelle
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