Freitag, 28, Juni 2002
Aktion: Offener Brief an Senator Dräger
Vorwort:
Ende 2001 sprach ich mit einem Studenten, der am Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg auf Lehramt studiert, über das Thema „Sexueller Missbrauch“. Er bemerkte, dass er bisher keine Veranstaltungen zu diesem Thema am Fachbereich besucht geschweige denn vorgefunden hatte.
Durch diesen Hinweis kam ich auf den Gedanken, dies mal etwas genauer zu überprüfen. Ich habe dann verschiedene Gespräche mit Studierenden, der Fachschaft und mit ProfessorInnen geführt + die Vorlesungsverzeichnisse der letzten Jahre durchwühlt. Und tatsächlich: Es gab so gut wie kein Seminar / Vorlesung zu dem Thema und das an einem Fachbereich für zukünftige PädagogInnen (derzeit ca. 7000).
Entscheidungstragende Professoren aus dem Dekanat gaben diese Lücke zwar zu (im persönlichen Gespräch und auch in der Sitzung des Institutrats 3) und sahen auch, dass dieses Thema “nicht unwichtig” ist, doch eine wirkliche Bereitschaft zu Veränderungen sah ich bei ihnen nicht. Es wurde auf fehlende Möglichkeiten der Einflussnahme, fehlende Geldmittel und auf andere Themenbereiche verwiesen, die auch wichtig in der Ausbildung von LehrerInnen wären.
Der nächste Schritt war folglich, sich direkt an den zuständigen Senator Herrn Dräger zu wenden. Um diesem Schreiben mehr Geltung zu verleihen, habe ich es in Kopie an verschiedene Instanzen (Medien, UNI-Leitung etc.) geschickt und eine Unterschriftensammlung für die besondere Berücksichtigung des Themas auf dem Hamburger Kongress “Frauen und Schule” durchgeführt (111 Unterschriften kamen zusammen). Das Anschreiben, Anlagen, Reaktionen und Infos über weitere Vorgehensweisen stelle ich hier online zur Verfügung.
Quelle
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